Familientreffen unter Lauffreunden

Von GISLINDE REDEPENNING

Der 28. Weihnachtslauf an der Mittelschule in Kitzscher war wie in jedem Jahr ein großes Familientreffen unter Lauffreunden. Rund 100 Jogger und ambitionierte Langstreckler nahmen nach dem Startschuss vom Leichtathletik-Chef des TSV Kitzscher, Jan Höpping, die Rennen über fünf oder I zehn Kilometer auf. Manche mit sportlichem Ehrgeiz, wie Seamus Müller vom SV Eula, der sich als Sieger der langen Distanz auf den Neujahrs-Halbmarathon in Zürich vor­bereitet, andere ganz gemütlich, um die Weihnachtsleckereien abzutrainieren. „Hier kann man mit der ganzen Familie und Hund antreten", freute sich Uwe Bergbauer vom VSV Borna, der mit Frau Ines, Tochter Franziska, deren Freund Micha und Vierbeiner Freddy unterwegs war.  „Es macht einfach Spaß, zu erleben, mit wie viel Herzblut diese Veranstaltung auf die Beine gestellt wird." Das Lob der Teilnehmer durfte sich Wolfgang Niemann, verant­wortlich für die Organisation, auf die Fahnen schreiben, dessen Familie an allen Ecken eingebunden war. Schwiegertochter Stefanie schenkte literweise Tee und Glühwein aus. Die Enkel Zoe und Noah  verteilten mit Johannes und Alexandra  Scharr   Schokoladen-Weihnachtsmänner an die Finisher. Das besondere daran: Unter jedem klebte eine Nummer, für die es bei einer Tombola jede Menge Preise gab. Alle freuten sich über Nettes s und Nützliches aus Spenden des Fördervereins der Schule, der Stadt Kitzscher sowie der Engel-Apotheke. Schuldirektor Rainer Reichenbach schnürt nur noch einmal im Jahr die Laufschuhe. Nach einer Knie-Operation  ist er aufs Fahrrad umgestiegen, aber die Teilnahme am „Heimrennen" lässt er sich nicht nehmen. Mit Anfeuern und Glühwein trinken verbrachte der Fanclub von Ronny  Keßler die Wartezeit bis zum Zieleinlauf des Siegers über fünf Kilometer. Der Kitzscheraner wohnt inzwischen in Freising und frönt dort seinem Hobby, dem Ringen. Wenn er zu den Feier­tagen in der alten Heimat weilt, gehört der Lauf als Ereignis für Familie und Freunde zum Festprogramm. „Auf den letzten Metern vor dem Ziel habe ich noch zwei Läufer überholt", freute sich Ronny über die Flasche Sekt und seinen Erfolg, während Bruder Jens noch unterwegs war.Judith Groppe, schnellste Dame über fünf Kilometer, ist aus dem Erzgebirge angereist, um das Christfest mit ihrem Freund Norman Beyer zu verbringen. „Er hat mich überredet, hier mitzumachen", gab sie zu. Gelohnt hat es sich allemal, da sie mit einer Flasche Sekt überrascht wurde. Karla Rützel aus Hainichen wurde im Ziel von ihrem Mann Dietrich erwartet, der sie auch beim Marathon-Debüt in Berlin unterstützte. „Mein Trainer, Verpflegungs­assistent und Animateur", lachte sie. „Nach den Feiertagen war es ganz schön anstrengend."